Michael Schär, Präsident des VGQ, eröffnete die ordentliche Versammlung und begrüsste die über 80 Unternehmer/innen in den Räumlichkeiten des neuen Stammhauses der Blumer Lehmann AG.

Das VGQ-Netzwerk begrüsst zwei neue Mitglieder
Als Holzbauunternehmen – genannt VGQ-Mitglied – begrüsste die Versammlung Krattiger Holzbau AG aus Amriswil, die durch Urs Krattiger vorgestellt wurde. Auch die Partner-Unternehmen erhielten mit der Holz Stürm AG aus Goldach Zuwachs, vorgestellt durch Jörg Meyer. Die Versammlung begrüsste sie mit Applaus.
Nach einem Rückblick auf die Aktivitäten 2024, bei der Michael Schär das Programm und die Positionierung, sowie die gewünschte Wirkung daraus erwähnte, bedankte er sich beim Vorstand, sowie bei der Geschäftsstelle für die gute und effizienten Zusammenarbeit. Die Neuausrichtung ist in voller Fahrt und alle Dokumente sind binnen eines Jahres überarbeitet und aktualisiert worden. Die 5 Veranstaltungen wurden allesamt gut besucht und bestätigen somit die Relevanz des Austausches im VGQ-Netzwerk. Uwe Germerott führt die Bilanz und Erfolgsrechnung aus – die mit einem negativen Ergebnis von CHF -14'072.- abschloss, welches aufgrund von nicht budgetierten Anlässen entstanden ist. Die Traktanden, die Erfolgsrechnung, die Bilanz und der Revisionsbericht, sowie die Entlastung des Vorstandes wurden einstimmig angenommen, mit einem Stimmenmehr von 78 Stimmen.

 

Zwei neue «zertifizierte Mitglieder VGQ»
Kurz vor dem Schlusswort erhielten die Betriebe «Kifa Systembau AG» und «Sigrist Rafz Holz + Bau AG» ihre verdienten Auszeichnungen als «zertifizierte Mitglieder VGQ». Beide sind bereits länger beim VGQ dabei und schlossen nun erfolgreich ihren Erstprüfungsprozess ab, bei dem die externen Prüfungsexperten Hanspeter Kolb und Martin Adam (BFH-AHB) sowohl die Prozesse, den Betrieb wie auch die Ausführung prüfen und den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung anstossen. Das Qualitätssicherungssystem (QS) des VGQ ist nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil – quasi das Herzstück des VGQ. Die Unternehmer Christian Rungger und Thomas Iten erhielten unter Applaus ihre Zertifikate.

Eine spannende Führung durch den Betrieb und das Stammhaus der Blumer Lehmann AG
Nach einer kurzen Pause wurden die Teilnehmenden in drei Gruppen aufgeteilt und erhielten einen fachkundig geführten Einblick in den Betrieb und die neuen Räumlichkeiten des Stammhauses der Blumer Lehmann AG. Blumer Lehmann ist eines der ersten Mitglieder des VGQ und auch heute noch impulsgebend für den Verband wie auch für die Schweizer Holzbranche. Die Führung war beeindruckend und ganz im Sinne des VGQ – der Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten bringt neue Impulse und stärkt somit das gemeinsame Bestreben nach der Sicherung des Qualitätsholzbaus der Zukunft. 

Laudatio für die Ehrenmitglieder Max Renggli und George Kuratle
Uwe Germerott und Michael Schär führten die Laudationes zu Ehren der beiden Ehrenmitglieder gemeinsam durch. Bereits bei der Gründung des VGQ, im Jahre 1999 waren sowohl Max Renggli, George Kuratle, wie auch Uwe Germerott massgebend mit dabei. So erhielt die Versammlung einen persönlichen Rückblick über 25 Jahre deren besonderen Engagements für die Branche und insbesondere für den VGQ durch Uwe Germerott, während Michael Schär die unternehmerischen Meilensteine der beiden Unternehmer betonte. Sowohl Max Renggli, wie auch George Kuratle bauten in ihrer Generation das Familienunternehmen stark aus und übergaben die operativen Geschäfte kürzlich an die Nachfolgegeneration. Der VGQ war auf ihrem Weg stehts ein wichtiger Verband, um gemeinsam für die Qualität und gute Rahmenbedingungen im Holzbau zu sorgen. Über die Jahre entstanden auch gute Freundschaften, wie auch Katharina Lehmann während ihrem Schlusswort als Gastgeberin bestätigte.

Wie immer schloss die Versammlung mit dem gemütlichen Teil ab, dem gemeinsamen Essen und Diskutieren. Herzlichen Dank an die Gastgeberin – die Blumer Lehmann AG für das Gastrecht.

Ein vertiefter Blick in die «Aktivitäten und Budget 2025» 
Nachdem Michael Schär den Überblick aufzeigte, führten Urs Luginbühl den Bereich Technik und Regula Gehrig die Bereiche Anlässe, Markom und Dienstleistungen weiter aus. Urs Luginbühl gab einerseits eine erste Rückmeldung zur Datenerhebung «Aktualisierung der ökologischen Daten im Holzbau» und erwähnte, dass erste Ergebnisse am Fachaustausch im Herbst dem VGQ-Netzwerk besprochen würden. Zudem zeigte er die Relevanz von Ökobilanzdaten und die entsprechend steigenden Anforderungen bezüglich Ökologie im Allgemeinen auf. Sowohl bei Kundenanfragen wie bspw. für Nachhaltigkeitsberichte, oder für den Informationsbedarf der Mitglieder in Bezug auf Produkt-Ökobilanzen, Nachhaltigkeitsberichte, eigene Energieverbräuche oder als Grundlage für Fahrpläne zur Emissionsverminderung in den Unternehmen. Das AP-Holz-Projekt des VGQ setzt insbesondere an den Modulen A4 und A5, also beim Transport und beim Bau-/Einbauprozesses in der Bauphase an, um Lücken in den Ökobilanzen zu schliessen die bisher vernachlässigt wurden.

Die gesamte Wald- und Holzbranche ist gefordert, aktiv zu werden und die Klimaziele der Schweiz anzustreben.
Im Weiteren setzt Urs Luginbühl die Projektziele in den übergeordneten Zusammenhang. Die per 1. Januar 2025 in Kraft getretenen Klima- und Innovationsgesetzte KIG und die Klimaschutzverordnung KIV dienen dem Klimaziel der Schweiz – Netto-Null bis 2050 – entsprechend sind die gesamte Wald- und Holzbranche gefordert, aktiv zu werden und dieses Ziel anzustreben.

Der Verein Senke Schweizer Holz SSH hat zur Unterstützung der Wald- und Holzwirtschaft ein Gesamtprojekt konzipiert und der LIGNUM eine Zusammenarbeit angeboten. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, eine branchenübergreifende Umsetzung und Unterstützung für die Erreichung der KIG und KIV. Der VGQ beteiligt sich seinerseits am Projekt und der Lignum-Arbeitsgruppe und wird durch Richard Jussel, Vorstand VGQ und Blumer Lehmann, vertreten.
Regula Gehrig erwähnte im Anschluss die geplanten Massnahmen für den Abschluss der beiden Fachthemen «Witterungsschutz rund um die Baustellen» sowie «Fassade», die laut neuem Programm jeweils im Anschluss an die internen Fachaustausche als Faktenblätter auf deren Essenz zusammengefasst werden sollen. Zudem wies Regula drauf hin, dass per Januar 2026 Urs Luginbühl die Leitung Technik im VGQ abgeben wird. Nach reiflicher Prüfung sind die Geschäftsstelle und der Vorstand zum Ergebnis gekommen, die Nachfolge netzwerkintern zu lösen. Regula übernimmt dabei die Koordination. Einzelne Themenbereiche oder zeitlich begrenzte Projekte werden im VGQ-Netzwerk an die jeweiligen Experten vergeben. Aufruf an das VGQ-Netzwerk: Wer Interesse hat, einzelne Themengebiete zu übernehmen, insbesondere die der kontinuierlichen Aktivitäten, melde sich bitte bei der Geschäftsstelle.

Anschliessend führte Regula durch die geplanten Anlässe für 2025 bzw. den bereits durchgeführten Anlass, das VGQ Holzbau-Forum. Der fand bereits im April statt und konnte erneut ausgebaut werden und hat sich somit zu einem wichtigen Branchen-Treffpunkt mit nationaler Wirkkraft entwickelt. 

In der Kommunikation sind insbesondere die neuen Auszeichnungen für die zertifizierten Mitglieder des VGQ zu erwähnen, die eine neue Gestaltung erhalten haben. Zudem werden im zweiten Halbjahr das Intranet und spezifisch der interne Experten-Pool weiterentwickelt. Auch die Dienstleistungen, CO2-Instiut und die externen Dienstleistungen, das iNorm-Abo der SIA sowie das Immobilienbewertungs-Tool «Dimensions» von Wüest und Partner stehen dem VGQ-Netzwerk wie gehabt zu vergünstigten Konditionen zur Verfügung. Uwe Germerott führte anschliessend das Budget für die geplanten Massnahmen aus und auch dieser Vorschlag wurde durch die Versammlung einstimmig angenommen.